Testen wie die «Grossen» | Hockey Club Davos Nachwuchs

News - Testen wie die «Grossen»

Kraft, Ausdauer, Mobilität – die Nachwuchsspieler des HCD durchlaufen in den Off-Ice-Monaten die gleichen Tests wie die 1. Mannschaft. Kurz nach Beginn des Sommertrainings und gleich nochmals vor den Sommerferien werden die physischen Leistungen der Spieler analysiert. 

Seit rund zwei Wochen stehen die Nachwuchsmannschaften des HCD mitten in den Vorbereitungen für die neue Saison. Es ist ein Zyklus, der sich praktisch nie verändert. Vorbereitung, Meisterschaft, Vorbereitung, Meisterschaft – immer und immer wieder. In diesem Jahr folgen die U-Teams aber einer Neuerung, die eng mit der 1. Mannschaft zusammenhängt und neue Reize in die Sommertrainings bringen soll. Denn genau gleich wie das Fanionteam wird auch der Nachwuchsbereich mit denselben Testmethoden anfangs und Ende Sommertraining auf ihre physische Verfassung getestet. «Mit dieser Testmethode können wir die Nachwuchstalente monitoren und ihre Werte auch über eine längere Zeit miteinander vergleichen. Da die Tests allumfassend sind, können wir die Entwicklung eines Spielers in jeglichen Bereichen über Jahre mitverfolgen und früh erkennen, wo ein Spieler Defizite aufweist», erklärt U17 Athletik-Trainerin Tatjana Stiffler. Zusammen mit dem Athletik-Trainer der 1. Mannschaft Steven Lingenhag hat Stiffler das Projekt für den Nachwuchs koordiniert. Auch dieser Austausch mit Lingenhag und die damit entstehende Nähe zur ersten Mannschaft sei wichtig, meint Stiffler weiter. «Wir können so über die ganze Organisation die Tests vereinheitlichen und nicht jede Mannschaft macht irgendetwas eigenes.» Das kommt auch Lingenhag zugute, wenn beispielsweise ein Prospect-Spieler aus dem Nachwuchs in die 1. Mannschaft eingebunden wird. So kann Lingenhag künftig dessen physische Testresultate aus den vergangenen Jahren analysieren und den Spieler mit den erweiterten Möglichkeiten der 1. Mannschaft optimal fördern. 

Neun bis zehn Einheiten pro Woche
Nach den Tests folgt auch innerhalb des Nachwuchses anhand der Resultate eine detaillierte Auswertung. «Wir können uns aufgrund der hohen Zeitintensität nicht wie die 1. Mannschaft nur noch auf die Defizite der einzelnen Spieler konzentrieren. Die Spieler gehen auch noch in die Schule oder absolvieren nebenbei eine Lehre. Trotzdem können wir ein Augenmerk darauf legen und die Spieler individuell fördern», meint Stiffler. In den rund zehn Einheiten pro Woche liegt der Fokus nämlich meist auf der Basis – Kondition und Kraft. Dies ist enorm wichtig, damit die Mannschaft die intensive Zeit zwischen September und März durchstehen kann. Dazwischen gibt es aber auch Einheiten in Kleingruppen, in denen athletenspezifisch trainiert werden kann. Harte Einheiten und Risse aus der Komfortzone sollen die Sommermonate ebenfalls attraktiver gestalten. «Mit happigen Bergläufen wollen wir die Spieler beispielsweise mental und auch körperlich stärken», sagt Stiffler. Sie sollen lernen, dass nur 101-prozentiger Einsatz zur Erreichung der Ziele reicht. Und wir wollen ihnen mit dieser neuen Testmethode beim Erreichen von eben diesen Zielen helfen. 

Text und Bild: HCD-Onlineredaktion

 

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«Grossen»

01.06.2021 15:19